Geliebte Nachbarn | ARTE

Eine Spanierin, von Isabela, der Rumänin

Und wie stellen Sie sich einen Spanier/eine Spanierin vor?

Peter, der Litauer

Der typische Spanier ist für mich ein kleiner, stämmiger Mann mit dunklen Haaren. Meist trägt er einen Dreitage- oder Schnauzbart. Er ist ein passionierter Mensch. Das spanische Wort „Passionaria“ bedeutet „sehr charakterstark“, fast schon fanatisch. Er macht sich immer wichtig, doch in Wahrheit ist er ganz zahm, vor allem im Umgang mit seiner Frau. Er liebt sie wirklich und hat Angst, sie zu verlieren. Sie ist auch klein, wohlproportioniert und bewegt sich sehr aristokratisch –  wie alle Spanierinnen. Das stimmt, ich habe es in Barcelona mit eigenen Augen gesehen!

Gesammelt in Vilnius

Dalibor, der Tscheche

Ich sehe einen jungen Spanier vor mir, der barfuß vor einer der berühmten Höhlenbehausungen in Granada steht und raucht. Er trägt ein übergroßes T-Shirt und eine weite Hose. Neben ihm kauert ein Hund. Er ist Diplom-Ingenieur, findet aber seit Monaten keine Arbeit. Deshalb hat er sich dazu entschieden, auf jeglichen Luxus zu verzichten und in einer Höhle zu leben. Das macht ihm nichts aus, er ist ein Freigeist. In der Höhle gibt es ein Bett mit einer Decke und sogar ein Waschbecken. Vor dem Eingang hängen tibetische Flaggen. Wenn es eines Tages wieder Arbeit gibt, wird er in die Zivilisation zurückkehren.

Gesammelt in Brünn

Andrew, der Ire

Ich stelle mir eine 50-jährige Frau vor, die eine Pension in San Sebastiàn betreibt. Sie hat blond gefärbte Haare und raucht Kette. Sie sitzt mit ihrem jungen englischen Assistenten am Schreibtisch. Er erklärt den Reisenden die Herberge. Paranoid wie sie ist, glaubt sie, er lästere über sie und fängt an, ihn wüst zu beschimpfen. Empört über diese verbale Attacke versucht er, sich zu wehren. Die Touristen sind verdutzt. Er befürchtet, gefeuert zu werden. Doch in Spanien sind solche Auseinandersetzungen etwas Alltägliches. Noch am gleichen Abend wird sie alles wieder vergessen haben.

Gesammelt in Dublin

Carlos, der Portugiese

Ich denke an einen großen Mann mit breiten Schultern und kräftigen Schenkeln, der einen hellbraunen Cordanzug und einen weinroten Schal trägt. Seine gegelten Haare sind nach hinten gekämmt und verdecken seine Halbglatze, von der nur seine Frau weiß. Er sieht sehr vornehm aus. Mit einem kleinen Koffer in der Hand geht er eine der beliebtesten Straßen Madrids entlang. Er trifft sich mit einem unbekannten Geschäftspartner, der ihm empfohlen wurde. Wahrscheinlich hat das was mit seinen Beziehungen zur Politik, dem Finanzwesen oder sogar mit der Schweiz zu tun.

Gesammelt in Lissabon

 

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