Geliebte Nachbarn | ARTE

Eine Österreicherin, von Dajana, der Slowakin

Und wie stellen Sie sich einen Österreicher/eine Österreicherin vor?

Atena, die Rumänin

Ich stelle mir eine junge Österreicherin vor, die in einem roten Cabriolet eine Gebirgsstraße entlang fährt. Es sind ihre ersten Semesterferien, seit sie mit dem Studium begonnen hat. Sie fährt zu ihren Eltern, die in einer anderen Stadt leben. Ihr langes, lockiges Haar flattert im Fahrtwind. Sonnenstrahlen durchbrechen die Wolken, und einer davon trifft genau auf das Mädchen im Cabriolet. Eine Rumänin würde eine so lange Reise nie alleine antreten, sie hätte immer Freunde dabei.

Gesammelt in Constanza

Anayat, der Schwede

Hier meine Vorstellung von den Schweizern ... äh, den Österreichern, Entschuldigung! Ich sehe eine alte Frau und einen alten Mann in grün-weißer Trachtenkleidung. Der Mann hat einen dichten, gelblichen Schnurrbart, der beim Biertrinken ins Glas tunkt. Die Frau sitzt und macht Käse. Um sie herum weiden Schafe. Im Hintergrund sieht man die verschneiten Gipfel der Alpen. Es ist warm, das Gras ist grün. Es ist Sommer. Die Frau sieht verärgert aus, weil der Mann ihr nicht hilft. Er trinkt sein Bier, während sie sich an der alten, verrosteten Maschine abmüht, die noch dazu einen Höllenlärm verursacht.

Gesammelt in Stockholm

Olivier, der Belgier

Sie ist schlank, brünett, hat braune Augen und dichte Augenbrauen. Sie trägt einen Rock und schwarze Strümpfe. Sie ist zurückhaltend, wird von ihren Freunden für ihre Treue und Eleganz geschätzt. Sie besucht die Grazer Museen und geht gerne auf Vernissagen, ohne sich dabei in den Mittelpunkt zu stellen. Sie hat sogar einige Lieblingsmaler. An jedem Wochenende besucht sie ihre Eltern, weil sie sehr an ihrer Familie hängt. Wochentags arbeitet sie in einer kleinen Rahmenwerkstatt, wo sie ein schreckliches Druckluftgerät benutzt, um die Scheiben vom Staub zu befreien. Das ist meine Österreicherin.

Gesammelt in Brüssel

Soumaya, die Belgierin

Sie ist um die Zwanzig und trägt ein unvorteilhaftes Rüschenkleid. Normalerweise finde ich die Österreicherinnen eher hübsch, aber diese hier wurde nicht von der Natur verwöhnt. Sie trinkt Tee mit ihren Freundinnen – besser gesagt, ihren Kusinen. Sie sind zusammen aufgewachsen, in einem von der Außenwelt abgeschnittenen Schloss. Sie besprechen die arrangierte Hochzeit mit ihren Cousins. Diese altmodischen Prinzessinnen setzen jeden Morgen ihr Diadem auf und ziehen ihr Prinzessinnenkleid an – und darunter wahrscheinlich hübsche Dessous. Es ist traurig, das es so etwas auch 2014 noch gibt.

Gesammelt in Brüssel

 

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